Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

StefanK1
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Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

Beitrag von StefanK1 » Mi 16. Sep 2020, 10:49

Hallo allerseits,
wie schon in der Vorstellungs-Abteilung geschrieben, erwecke ich gerade einen BMW 3.0 CSa nach langer Standzeit zum Leben.
Das Auto ist in einem optisch schönen Zustand, im Detail aber Verbesserungsfähig. Typische "Restauration der 80er halt.
Was ich bereits gemacht habe:
- Öl und Filter gewechselt.
- Kerzen raus und Öl in die Zylinder.
- Benzinleitung vom Tank vor der Benzinpumpe abgehängt (um Verschmutzung der Vergaser zu vermeiden).
- Neue Batterie eingebaut.
Dann fingen die Probleme an. Zündschloss auf Stellung "Fahrt": Öldruck- und Lima-Lampe leuchten.
Zündschlüssel auf Start gedreht: nix. Lenksäulenverkleidung abgebaut. Schaltplan im Netz gesucht, nur vorFL gefunden. Auto ist aber FL.
Vermutung, dass sich an der Belegung am Zündschloss nichts geändert hat, also schwarze Leitung gecheckt: kein Strom drauf beim Anlassen.
Also +12V drauf, wieder nix. Vermutung: Getriebeschalter (ist ja Automatik).
Nun LuFi-Kasten abgebaut zwecks besserer Zugänglichkeit, schwarzes Kabel vom Anlasser (Kl 50) abgezogen und Hilfsleitung aufgesteckt.
Diese Hilfsleitung auf Batterie +: Anlasser dreht den Motor munter durch - uff.
Mehrfach ohne Kerzen drehen lassen bis Öldruck da ist, zwischendrin Caramba in Zylinder.
Kerzen rein, Startautomatik aktiviert, bisschen Sprit in beide Vergaser gekippt, Zündung an, Starter aktiviert: Springt sofort an und läuft sauber, bis Sprit im Vergaser alle.

Danke für's Lesen bis hierhin, jetzt zur Frage:
Kann mir jemand von euch einen Schaltplan für den FL 3.0 CSa zukommen lassen?
Gibt es bei den Automatik-CS noch ein Relais im Anlasserstrokreis, welches die Ursache sein könnte, und wo sitzt das?

Viele Dank im Voraus für Unterstützung,
Beste Grüße
Stefan

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Gerhard
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Re: Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

Beitrag von Gerhard » Mi 16. Sep 2020, 16:33

Hallo Stefan

Einen Schaltplan hab ich dir per Email geschickt. Das Problem könnte der Getriebeschalter sein, oder dessen Steckverbindung, beides ist recht anfällig. Nur zur Sicherheit: Du hast den Schalthebel deutlich auf P oder N stehen, und auch ein ruckeln am Schalthebel hilft nicht...... Du kannst an der Steckverbindung mal die entsprechende Leitung brücken.

Dass er nur solange läuft wie er Benzin im Vergaser hat, ist ein anderes Problem. Hier musst du mal nach der Benzinpumpe den Schlauch abziehen ob da überhaupt Sprit gefördert wird. Eventuell ist der Tanksieb zugequanzt oder auch das Membran der Benzinpume gerissen.

Gruß Gerhard

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andilin
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Re: Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

Beitrag von andilin » Mi 16. Sep 2020, 17:21

Hallo Gerhard,
wenn der Tank angeklemmt ist, wird die Pumpe nichts pumpen. Er hat doch nur Sprit in die Vergaser gekippt.
Gruß
Andi

StefanK1
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Re: Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

Beitrag von StefanK1 » Mi 16. Sep 2020, 20:42

Hallo Gerhard,

ich danke Dir sehr herzlich für die Übersendung des Schaltplans, das hilft mir sehr weiter. Damit werde ich morgen weitersuchen.
Andi hat mit seiner Aussage recht, die Spritleitung vom Tank zur Kraftstoffpumpe hatte ich unterbrochen.

Heute habe ich dann weitergemacht, Tank so gut wie möglich geleert, frischer Sprit rein. Benzinleitung wieder verbunden. Wieder bisschen Sprit in die Vergaser gekippt um zu unterstützen, dann gestartet. Uiuiui, das Benzin spritzte in alle Richtungen, vorderer Vergaser Schwimmernadel gehangen, alle Benzinschläuche nach der Kraftstoffpumpe undicht. Also mit kleinem Hammer vorsichtig auf die Schwimmerkammer geklopft und die Benzinschläuche erneuert. Hurra, Motor läuft! Getriebe schaltet vorwärts und rückwärts und Bremse geht! Jetzt kann ich ihn morgen oder am Freitag auf die Bühne rangieren und nach dem Getriebeschalter sehen.

Vor allem kann ich aber mit dem korrekten Schaltplan nach der Verkabelung am Sicherungskasten schauen, das sieht wild aus...

Herzlichen Dank an euch, bis dann
Stefan

StefanK1
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Re: Elektrik-Frage zu 3.0 CSa

Beitrag von StefanK1 » Sa 19. Sep 2020, 11:14

Hallo allerseits,

das Problem ist geklärt, es liegt am Zündschloss selbst. Der Schließzylinder nimmt das Kontakteil nicht weit genug mit, so daß in der Anlaßstellung kein elektrischer Kontakt zustande kommt. Bei abgebautem Zünd-Anlaßschalter und Drehen desselben mit einem Schraubenzieher läuft der Anlasser an.

Danke für die Unterstützung!
Schöne Grüße
Stefan

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