2800 CS aus USA

retx0596
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2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » So 21. Jul 2019, 17:24

Hallo,

habe nun nach längerem (verzweifeltem) suchen diesen Wagen gekauft.

https://www.beverlyhillscarclub.com/197 ... c-9964.htm

Ich habe den Wagen ungesehen gekauft, bezahlt habe ich knapp 10000 Euro, wahrscheinlich zu viel, aber ich hab in der Preisklasse nichts besseres gefunden.Wollte eigentlich ein 3.0, aber das wäre dann alles noch teurer geworden. Da ich kein Experte bin, war es mir auch einfach zu riskant, 30-50 Tsd für einen Wagen auszugeben, wo ich dann auch nicht genau weiß, wie der Innen aussieht. So ist der mögliche Verlust noch überschaubar.
Es kommen dann aber noch knapp 2500-3000 an Transport und Steuer dazu.
Ich finde, daß der Wagen vom Rost her ganz gut aussieht,der Unterboden ist bis auf die aufeplatzten Stellen doch garnicht so schlecht, oder was sagen da die Profis, ist das reparabel. ?
Der Innenraum sieht dagegen ziemlich übel aus, werde hier wohl auch noch Ersatzteile benötigen.

Ich strebe eher eine pramgmatische Restauration an, keine Komplettzerlegung, wenn möglich, aber keine murksige, erstmal mit Blick auf das Wesentliche.

Sind denn die Außenspiegel und die mittige Zierleiste original, weiß das jemand. ?
Was mich zuerst abeschreckt hat, sind diese Tiefergelegten Federbeine vorne, hab das schon öfters gesehen, ist das eine gängige Rostreparatur.?
Sind denn die Änderungen vom US Modell auf hiesige Vorschriften sehr aufwändig.?


Der Wagen steht momentan noch bei der Spedition, aber da ich in Zukunft wohl einiges an Hilfe benötige wollte ich diesen Thread aufmachen.


Grüße

Simon

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Ingo
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Ingo » Di 23. Jul 2019, 08:56

Hallo Simon,

schwierig zu sagen, ob man Dein Vorgehen mutig oder irre nennen soll. Ich hoffe für Dich, dass diese "Wundertüte" am Ende mehr positive als negative Überraschungen liefert. Abseits der ganzen auf den Fotos schon erkennbaren ruinösen Teilen (die btw. alle ziemlich ins Geld gehen werden) wird da recht sicher einiges noch Verborgene ans Tageslicht kommen.

Ich weiß nicht was Du mit "tiefergelegten" Federbeinen als Rostreparaturmethode meinst. Wenn Du da etwas präziser werden könntest, könnte man da eventuell aufklären. Aktuell sehe ich da nix.

Die Spiegel sind 5 Dollar Zubehörschei... und nie an einem E9 zu finden gewesen. Ebenso wie die zusätzlich angebrachte "Zierleiste" auf dem Knick an der Flanke. da wollte der Vorbesitzer vermutlich aber nur den erhaltenswerten Lack schützen .... :-)
Das sind aber auch 2 Deiner eher geringeren Probleme, die Du zu bewältigen haben wirst.

Pragmatisch zu restaurieren ist ein ziemlich dehnbarer Begriff und das sieht jeder etwas anders. Für mich der einzig pragmatische Ansatz bei so etwas ist das Ding total zu zerlegen und (sofern das überhaupt machbar und auch noch ein wenig witschaftlich ist) von Grund auf zu sanieren.

So oder so wird das kein Schnäppchen, aber wenn man das schon angeht, dann auch vernünftig. Ist aber nur meine Meinung. Ich denke, Dein Objekt der Begierde wird Dir den Weg schon mehr oder weniger vorgeben. Ich bin in jedem Fall gespannt was sich in dieser Wundertüte befindet.

Viel Spaß und Durchhaltevermögen

Grüße

Ingo

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Christoph, Bonn » Di 23. Jul 2019, 11:17

Hallo Simon,
sehr mutig, wenn Du nur die Fotos gesehen hast,
anhand dieser Vermutung schreibe ich Dir was Ingo diplomatisch sagen wollte:

"Ich habe den Wagen ungesehen gekauft, bezahlt habe ich knapp 10000 Euro, wahrscheinlich zu viel, aber ich hab in der Preisklasse nichts besseres gefunden.Wollte eigentlich ein 3.0, aber das wäre dann alles noch teurer geworden. Da ich kein Experte bin, war es mir auch einfach zu riskant, 30-50 Tsd für einen Wagen auszugeben, wo ich dann auch nicht genau weiß, wie der Innen aussieht. So ist der mögliche Verlust noch überschaubar."

--> Leider fragst Du uns eigentlich zu spät, selbst Experten würden so ein Coupe nicht blind kaufen

"Es kommen dann aber noch knapp 2500-3000 an Transport und Steuer dazu.
Ich finde, daß der Wagen vom Rost her ganz gut aussieht,der Unterboden ist bis auf die aufeplatzten Stellen doch garnicht so schlecht, oder was sagen da die Profis, ist das reparabel. ? "

--> Du hast den Rost noch gar nicht gesehen, so wie der Aupuff sieht es unter dem Bitumen und unter dem Lack aus
--> versuch mal vier Seitenwände und eine Frontmaske zu bekommen und zu bezahlen (hierbei kann man auch die überflüssigen (Blinker) Löcher weg machen)

"Der Innenraum sieht dagegen ziemlich übel aus, werde hier wohl auch noch Ersatzteile benötigen."

--> Das ist wohl das kleinere Problem, gebrauchte Sitze gibt es immer mal wieder, Stoffe gibt es wieder bei BMW (Schwarz und und Blau)
Leder kann der Sattler besorgen
aber versuch mal ne Türpappe ohne Bassloch zu bekommen, oder die große Zierleiste auf der Türpappe, oder die Holleiste an der Türpappe.
Überhaupt alle Holzteile sind selten und teuer
oder schau dir mal die Leuchtmittel an, die Fernscheinwerfer sind nicht vom E9 und der Rest vorne wie hinten ist Schrott.


"Ich strebe eher eine pramgmatische Restauration an, keine Komplettzerlegung, wenn möglich, aber keine murksige, erstmal mit Blick auf das Wesentliche."

--> was kaum gelingen wird denn Du musst an der Basi anfangen und nix "Neues" auf den Rost kleben....

"Der Wagen steht momentan noch bei der Spedition, aber da ich in Zukunft wohl einiges an Hilfe benötige wollte ich diesen Thread aufmachen."

---> ich denke da hättest du hier in D oder EU auch was besseres für bekommen, kannst Du vom Kauf zurücktreten?

Eigentlich sehe ich an dem Coupe nix was nicht getauscht werden müsste, selbst als Teilespender sind die Teile, die man sieht, viel zu schlecht
und generell gillt beim Coupe, schau Dir mal den "Allgemeinzustand" an, was Du nicht siehst, sieht ohne Lack und Bitumen doppelt so schlimm aus

Gruß, Christoph

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Maschalab
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Maschalab » Di 23. Jul 2019, 14:51

Hallo Simon,

eigentlich wurde schon alles gesagt und ich kann die Frage von Christoph nur wiederholen. Kannst du vom Kauf zurücktreten?

Ich restauriere gerade meinen 2800 CS (BJ 69). Der sah vor dem Entlacken deutlich besser aus als deiner und der Rost unterm Lack und Unterbodenschutz kam erst dann zum Vorschein. Schau dir meinen Blog an, dort sind reichlich Bilder vorhanden. Für Blechteile habe ich mitlerweile ca. 5.000€ ausgegeben, die hohen Kosten für den Einbau kommen noch dazu. Von den Anbauteilen, die bei deinem noch dazukommen, ganz zu schweigen. Der Wagen kommt sicher nicht aus Kalifornien, sieht er nach Minnesota aus.
Die Sitze sind nicht vom 2800CS, die Farbe ist nicht original (laut Aufkleber war die ursprünglich Baikal), Klimaanlage und Schiebedach sind drin, wobei beim Schiebedach zusätzlich Rostnester im Dach und A-Säule zu erwarten sind.
Schlachten und Einzelteile verkaufen hält den Schaden vermutlich in Grenzen.

Tut mir Leid für die insgesamt schlechten Nachrichten.

Viele Grüße
Uli

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Di 23. Jul 2019, 17:44

Hallo,
danke erstmal für die Rückmeldungen, hört sich ja alles nicht so toll an.
Zurückgeben kann ich den Wagen leider nicht mehr, ist Vertraglich ausgeschlossen. Wäre aber auch schwierig mit dem Händler und der Spedition per email und Telefon zumzudiskutieren, bin ehrlichgesagt froh, wenn der überhaupt mal ankommt, war bis dahin doch alles recht etwas zäh, notfalls werd ich den wohl hier verkaufen müssen, wenn sich herausstellt, daß unter dem Lack überall Rost ist.

Habe eine Kopie des Titels zugeschickt bekommne, habe hier ein Ausschnitt angehängt, hoffe das ist erlaubt.
Unbenannt.png
Von daher bin ich jetzt davon ausgegaen das, daß mit Kalifornien schon stimmt, wo der Wagen die ersten 5 Jahre war ist leider nicht ersichtlich, kann man denn nicht bei BMW nachfragen wo der Auslieferungsort war?

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Maschalab
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Maschalab » Di 23. Jul 2019, 22:55

Hallo Simon,

Die Classic Abteilung von BMW stellt für 70€ ein Zertifikat aus. Da steht das Produktionsdatum und Auslieferungsdatum, Farbe und Schiebedach sowie der Händler, der das Fahrzeug bekommen hat. Erstbesitzer bleibt unbekannt, auch wenn der Händler in Kalifornien war, heißt das nicht, dass der Wagen dort auch zugelassen und gefahren wurde.
Wenn der nur in Kalifornien war, hätte er nicht soviel Rost. Minnesota ist eine reine Vermutung, da es dort nass und Schneereich ist und im Winter auch viel Salz ans Fahrzeug kommt.

viele Grüße
Uli
Zuletzt geändert von Maschalab am Fr 26. Jul 2019, 11:06, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Ingo » Mi 24. Jul 2019, 09:49

Hallo Simon,

also die 70 Euronen für die Auskunft von BMW bez. der Erstauslieferung kannst Du Dir mMn sparen. Es ist aktuell recht egal, ob der in Kalifornien gelaufen ist, oder im Norden, wo die Straßen auch mal gepökelt werden. Dir wird kaum eine andere Wahl bleiben, als es abzuwarten, wie denn der Zustand der Karosse tatsächlich ist.
Zumindest ist dies hier keiner der klassischen Blender. Da wurde erst garnicht der Versuch unternommen, irgendetwas mit "Bauernblind" für den Verkauf aufzuhübschen.

Die stattgefundende (letzte) Neulackierung ist recht sicher schon etwas länger her. Dies muss man in dem Zusammenhang durchaus positiv werten, denn man sieht auf den Bildern keine allzu offensichtlichen Durchrostungen der gröberen Art, wie man sie bei solchen Zustand 5 Minus - Exemplaren eigentlich immer findet. Bei dem hier "gefällt" mir sogar der Zustand des Motorraums im Vergleich zu den Standardruinen, bei denen die Bereiche Dom und Innenradhäuser generell und vor allem die Anschlüsse zu den Kotflügel eigentlich nur noch fragmenthaft zu erahnen sind. Meist mit kiloweise Mumpe zugekleistert oder eben die bloße Kraterlandschaft.
Bei Deiner "Wundertüte" sind die serienmäßigen Blechpartien ab Werk unter den Dämmmatten noch zu erkennen. Kann, aber muss nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein. Wie es um Frontmaske, A-Säulen, Schweller, Boden, Kofferraumböden, Schiebedach, resp. Dachhaut etc. ausschaut, kann man so einfach auf den Bildern nicht bewerten oder vermuten. Eigentlich von eher schlechtem Zustand ausgehen und sich im besten Fall positiver überraschen lassen ist aber ein Ansatz ....

Zurück zum Pragmatismus: Hast Du Möglichkeiten so ein Projekt selbst zu stemmen, dann wird um eine Totalzerlegung kaum ein Weg vorbei führen. Einfach nur Aufhübschen geht beim E9 sinnvoll einfach nicht. Völlig beratungsresistente Experten machen das wider jeglicher Empfehlungen zwar immer wieder trotzdem, müssen aber meist recht bald einsehen, dass sie sich leider "nur halb besoffen " haben. Und das ist bekanntermaßen weggeworfenes Geld. Wenn's lohnen soll, dann biite auch bis zum Verlust der Muttersprache ... :-)

Du solltest Dir also unbedingt die Frage stellen, ob Du das wirklich durchziehen willst, oder aber versuchen das Projekt irgendwie hier dann wieder abzustoßen. Als Teileträger ist der aufgrund des desolaten Gesamtzustandes der Teile eigentlich eher ungeeignet, zumindest für den Kurs.

Wenn Du mal ein wenig zu Deinen Möglichkeiten, Wohnort preisgibst, kann Dir bestimmt jemand aus Deiner Nähe da etwas Unterstützung liefern, in welchem Umfang auch immer.

VG

Ingo

M30
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von M30 » Mi 24. Jul 2019, 12:20

Hallo Simon,

es ist natürlich ein großes Wagnis ein Auto wie den e9 ungesehen zu kaufen. Da du´s jetzt gemacht hast, musst du erst mal abwarten bis das Auto vor dir steht und dich nicht kirre machen lassen. Die Stoßdämpferdome im Motorraum sehen jedenfalls nicht schlecht aus - besser als bei den meisten europäischen (unrestaurierten) Autos. Möglicherweise ist also die Blechsubstanz ganz passabel - d.h. beim e9, dass nur wenige Schweißarbeiten nötig sind (es gibt immer was zu schweißen, siehe Bodenbleche...).
Ich restauriere selbst gerade einen M5 aus dem Süden der USA, insofern vermute ich, dass auch sämtliche Fahrwerk- und Fenstergummis erneuerungsbedürftig sind. Das gerissene Armaturenbrett wirst du wohl flicken müssen, bzgl. der Holzteile könnte Ersatz schwierig werden. Rückleuchtengläser z.B. kosten mittlerweile einen 4-stelligen Betrag (neu pro Stück, sofern lieferbar), auch andere Ersatzteile sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden - sofern man sie noch bekommt. Du musst also auch bei Eigenleistung vermutlich mit einen Zusatzbetrag größer EUR 20.000 rechnen bis der Wagen halbwegs gut dasteht.

Viel Erfolg & Gruß
Michael

retx0596
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Fr 16. Aug 2019, 20:00

Hallo,

habe von der Spedition Bescheid bekommen, daß der Wagen Ende des Monats in Bremerhaven eintreffen soll, muss dann noch schauen, wie das mit der Verzollung funktioniert und wie ich den dann engültig herbekomme. Werde dann versuchen von den kritischen Stellen Bilder zu machen und hier einstellen. Auf alle Fälle, muss ich aber zuerst den Motor und Antriebssrang grundlegend zum laufen bringen, da die Rangiererei sonst sehr aufwändig wird, daß Geld investier ich noch.
Mein Problem ist nun, was ich Grundsätzlich benötige für einen Service, gibt es da eine generelle Liste, habe das hier gefunden.

https://www.wallothnesch.com/inspektion ... 12638.html

und für den Auspuff

https://www.wallothnesch.com/anbausatz- ... 03-00.html

Vorschalldämpfer und das rostige Mittelrohr muss ich dann separat noch suchen. Der Endtopf sieht doch noch ganz in Ordnung aus oder. ?
Motor soll laut Händler von Hand drehbar sein.

Kenne einen KFZ-Mechaniker der noch "günstige" Preise hat, aber den kann ich schlecht die ganzen Einzelteile zusammensuchen lassen.
Luftfilter und Zündkerzen kann ich noch selber wechseln, aber den Rest eher nicht, da ich auch keine Hebebühne habe.

Hoffe, daß sind nicht zu viele Fragen.

Habe interessehalber auch bei BMW nach der Historie gefragt und recht schnell Antwort erhalten.

Der BMW 2800 CS FIN 2270635 wurde am 18.03.1971 produziert und am 12.05.1971 an den BMW Importeur Hoffman Motors Corp. in New York City ausgeliefert. Die Originalfarbe war Baikal metallic, Farbcode 042.

Zumindest stimmt die Farbe.

Grüße

Simon

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willies13
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von willies13 » Fr 16. Aug 2019, 20:19

Hallo Simon,
auch von meiner Seite herzlich willkommen und alles Gute mit dem Auto.

Wenn der Motor sehr lange nicht lief, würde ich diesen ganz sachte in Betrieb nehmen.
Hier ein schönes Beispiel:
https://www.dmax.de/programme/die-gebra ... 3060004100

Zum Rangieren geht es auch mal ohne Auspuff.
Ansonsten würde ich überlegen, ob Du nicht auf Edelstahl gehst.
Schau mal:
viewtopic.php?f=2&t=25804

Grüsse; Willy

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andilin
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Sa 17. Aug 2019, 09:09

Hallo Simon,

nur den Motor zum Laufen bringen wird bestimmt nicht reichen. Was ist denn mit der Bremse? Da tut sich doch bestimmt auch nichts mehr. Wäre beim Rangieren ja recht hilfreich. Andere Teile lassen sich übrigens auch ohne Hebebühne mit Wagenheber und Böcken wechseln. Ich restauriere meinen E9 auch ohne Bühne.
Gruß
Andi

peterneuner
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von peterneuner » So 1. Sep 2019, 00:29

Hi Simon,
kann mir vorstellen,dass du von den diversen durchweg negativen Meinungen etwas geplättet ist und traurig,weil du selbst zur Verwirklichung deines Traumes sehr unprofessionell und spontan dein gut verdientes Geld ausgegeben hast.
Zunächst solltest du deine restlichen finanziellen Verpflichtungen zum Kauf und Transport,Zoll,Nebengebühren aller Art erledigen,
und dann einmal Kostenzusammenstellungen machen.
Da du vermutlich mehr ein Fahrer und E9 Liebhaber denn Schrauber und Restaurateur bist,kommt für dich die Kostenersparnis einer Totalzerlegung in Eigenreparatur nicht infrage.
Du mußt also aufwendige Fremdhilfe von verschiedenen Seiten in Anspruch nehmen.Das wird dich um 25 - 30 TEUR zu stehen kommen.Zusammen mit den von dir genannten Anschaffungskosten von 15 TEUR liegst du dann bei 40 - 45 TEUR.
Ein 2800CS ist äußerlich dem 3,0CS wohl ähnlich,aber er steht im Ansehen und Wert bei Käufern immer etwas niedriger.Für den genannten Endpreis deines 2800ers bekommst du am Europa Markt auch einen guten 3,0CS.
Fazit: überlege dir,besser den gekauften Wagen ohne jede Zusatzinvestition als Restaurationsobjekt für 10 TEUR loszuschlagen,und verbuche den Rest
als Verlust und du machst dich nicht unglücklich,und wirst in ein paar Monaten/Jahren einen neuen gebrauchten 3,0CS unter Mithilfe und Ratschlägen deiner Forumskollegen hier in unseren Regionen finden.
Ich wollte dir und deinen Absichten zum Autokauf keinesfalls zu nahe treten,habe mir nur aufgrund meines fortgeschrittenen Alters erlaubt eine der möglichen Meinungen zu äußern.Du wirst es schon richtig machen.Viel Erfolg !
Grüße
Peter

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » So 1. Sep 2019, 20:05

Danke erstmal für die Rückmeldungen, ich war mir des Risikos schon bewusst, bin mittlerweile aber auch eher skeptisch ob das nicht eine Nummer zu groß ist.
Mittlerweile summieren sich doch auch die Kosten mit Zoll und den ganzen Transporten, naja, werd jetzt das beste draus machen, ich denk 8-10 Tausend wird der notfalls schon noch geben.

Habe auch Bilder von der Spedition in Bremen bekommen, sieht dummerweise auch so aus, als wenn sich die Motorhaube verbogen hätte und ein Reifen ist Platt.

https://www.directupload.net/file/d/556 ... dq_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/556 ... yz_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/556 ... y2_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/556 ... vq_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/556 ... fi_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/556 ... u7_jpg.htm

Hoffe da ist nicht noch mehr kaputt gegangen.
Werde dann denmächst eigene Bilder hochladen, wenn der Wagen endgültig da ist.

M30
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von M30 » Do 5. Sep 2019, 08:08

Hallo Simon,
Die schiefe Motorhaube kommt mit ziemlicher Sicherheit von einem gebrochenen Haubenaufsteller. Ist eine typische Schwãche. Der Haubenaufsteller besteht u.a. aus einem starken Federdraht. Durch Materialermüdung bricht irgendwann das Gestänge. Lösung: Gestänge entlasten (Federdraht aushãngen), vernünftig schweißen und dann wieder spannen (nicht ganz einfach)....

Gruß
Michael

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Nitro103 » Sa 7. Sep 2019, 19:42

Hallo Simon,

leider kann ich meinen Vorrednern im Wesentlichen nur zustimmen!
Ich sehe an dem Auto nämlich nichts, was gut ist, d.h. hier wäre wahrlich ein „Vollprogramm“ fällig. Beim Ansehen der Bilder habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt.

Solltest Du diesen BMW (vernünftig) restaurieren wollen, wird diese Geschichte teurer werden als die 30 bis 50 Tsd, die Du auszugeben nicht bereit warst. Insofern muss ich auch dem Peter widersprechen, dass Dich dieses Projekt inkl. Anschaffungskosten „nur“ 40 bis 45 Tsd kosten würde.
Es kommt natürlich auch auf Deine Ansprüche an: Wenn das Auto nur „irgendwie fahren“ soll, das Aussehen aber keine Rolle spielt, wird’s günstiger.
Der finanzielle Aufwand ist am Ende einer Restaurierung bei einem billig eingekauften Auto oftmals höher als bei einem Fahrzeug mit einem höheren Preis - vom zu erwartenden Ärger und Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Dein BMW wäre dafür ein Paradebeispiel!

Mein Rat: Ich würde versuchen, dieses Auto als „Schlachter“ zu verkaufen, um den finanziellen Schaden in Grenzen zu halten, und diesen würde ich dann als Lehrgeld abhaken. Das ist zwar ärgerlich, aber besser als ein Fass ohne Boden!

Viele Grüße
Robin

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andilin
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » So 8. Sep 2019, 08:32

Hallo,
nun lasst Simon doch den Wagen erstmal genauer inspizieren. Am besten mit einem E9 Fachmann. Ihr habt doch noch gar keine genauen Bilder vom Unterboden und den typischen Stellen des E9 gesehen. Wie könnt ihr denn sagen, dass da gar nichts gutes dran ist. Wenn ich mir den Bereich Kotflügel und Federdome vorn auf den ersten Bildern angucken, sieht das doch gar nicht schlecht aus. Und der erste Lack scheint es auch noch zu sein, also nichts übergepfuscht. Das wichtigste ist ja nun mal das Blech der Karosse.
Simon, lass uns bitte weiter an deinem Projekt teilhaben. Es muss nicht immer ein super pefekt restaurierter E9 werden. Wird meiner auch nicht.

Gruß
Andi

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Mi 11. Sep 2019, 17:16

Der Wagen ist gestern tatsächlich angekommen, nachdem ich den ersten Schock verdaut habe, habe ich ein paar Bilder gemacht, hauptsächlich erstmal vom vorderen Teil, werde dann noch mehr machen wenn ich die Schwellerverkleidungen gelöst bekomme.
Insgesamt sieht der schon etwas mitgenommen aus, vorallem Innen ist es etwas müffelig und der Unterboden ist schlecht. Sieht auch so aus, als ob unter dem Lack teils schon viel Spachtel und auch Rost ist, das Blech klingt so dumpf beim draufklopfen, ist das normal.? Aber trotzden sieht die Karosse noch recht robust aus, kann das aber nicht wirklich beurteilen.Die Stoßstangen sind in sehr gutem Zustand, immerhin etwas positives. Die Türen gehen nicht richtig zu, ist das problematisch.?
Problem war auch, daß die Spedition den Wagen nicht verladen konnte, weil kein Schlüssel dabei war und dann erstmal das Zündschloß ausbauen musste. Kann ich denn mit der Nummer auf dem Schloß einen neuen Schlüssel beantragen.?

Insgesamt, seh ich das jetzt nicht so negativ, müsste sich das noch jemand vom Fach ankugen,ob das wirklich Sinn macht, bevor ich hier mehr Geld investiere. Bis jetzt waren es ziemlich genau 13500 mit Lieferung vor die Haustür.
Werde wahrscheinlich noch versuchen den Motor in gang zu bekommen und den Wagen dann erstmal unterstellen, damit er nicht im Winter im Freien steht. Danach überlegen wies weiter geht.

Bilder sind leider etwas verdreht.

https://www.directupload.net/file/d/557 ... eh_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... fv_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... wo_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... t5_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 8r_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 4j_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 6d_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 68_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... h7_png.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... ok_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... la_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... y6_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... ys_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... zv_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... k9_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... sy_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... lt_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... h2_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... ws_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... vc_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 3j_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... fg_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 9w_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... go_jpg.htm
https://www.directupload.net/file/d/557 ... 5h_jpg.htm

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Mi 11. Sep 2019, 17:50

Hallo Simon,

also ich muss sagen, dass das auf diesen Fotos doch gar nicht so schlecht aussieht. Die Türspalte sehen gut aus. Das die Türen nicht richtig zugehen liegt vielleicht an den Türdichtungen oder an falsch eingestellten Seitenscheiben. Ist das denn bei geöffneten Scheiben auch so?
Die Sache mit dem Zündschloss bekommst du hin. Ich glaube, dass das zurzeit das geringste Problem ist.
Die Risse auf den Bildern mit den Federdomen sind nur die Bitumenmatten darauf. Die solltest du sowieso entfernen, um zu sehen was darunter los ist.
Das die Inneneinrichtung weitgehens hin ist, wußtest du ja vorher schon, aber auch da bekommt man mit Geduld so einiges im Netz.
Was nun unter dem Lack ist, weiß natürlich keiner, das wird sich zeigen. Auf diesen Bildern seht es aber nicht nach viel Spachtel aus. Und auch alles andere in den Radhäusern sieht vorerst nicht schlecht aus. Wird sich natürlich erst nach dem Entfernen vom U-Schutz zeigen. Jedenfalls sieht es noch nicht verpfuscht aus und das finde ich sehr wichtig.
Ich hätte mich gefreut, wenn mein E9 noch so ausgesehen hätte. Da war eigentlich nur die Inneneinrichtung Top und der Rest Müll.

Freu mich auf weitere Bilder.
Gruß
Andi

E9 CSi
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von E9 CSi » Mi 11. Sep 2019, 20:05

Hallo Simon,

Dein in den USA gekaufter E9 ist blechmäßig seit langem das Beste, was in Sachen E9 von vornherein als Restaurationsobjekt verkauft wurde. Da hast Du echt Glück gehabt.

Wenn Du Dein Glück nicht überstrapazieren willst, solltest Du das Auto - wie Du das alternativ ja auch schon erwogen hast - gleichwohl nicht selbst angehen, sondern lieber so wie es ist weiterverkaufen. Ich denke nicht, dass Du das mit Verlust tun musst, schon gar nicht mit größerem Verlust. Das Auto scheint mir optimal für jemanden, der ein Auto mit sehr schlechter Karosserie, aber guter Innenausstattung und Zierrat sein eigen nennt. Der kann sich, aber nur wenn er sehr vieles selbst machen kann, aus beiden Fahrzeugen mit noch überschaubarem Budget ein gutes Auto aufbauen.

Egal, was Du tust, verabschiede Dich in jedem Fall davon, dass das - hättest Du auch für alles Fehlende/Kaputte in Sachen Innenausstattung und äußerem Zierrat entweder ein Spenderfahrzeug oder Bezugsquellen - eine einfache, kostengünstige und am Ende auch schnelle Restauration werden könnte. Zwar redet sich das ein jeder am Anfang schön und insofern ist es auch kontraproduktiv, wenn z.B. ich oder zuvor Andi das Blech Deines E9 loben. Eine E9-Restauration aber ist im Schwierigkeitsgrad ziemlich weit oben angesiedelt. Nicht wenige solcher Restaurationen kommen nie zum Ende, misslingen oder das Ergebnis fällt zumindest so aus, dass am Ende ein Auto dasteht, dass die hineingeflossenen Investitionen nicht ansatzweise wert ist oder wieder einspielen könnte.

Auch wenn die wirklichen Autoliebhaber - dazu zähle ich mich - nicht darauf sehen, was ihr Schätzchen kosten wird oder gekostet hat, sondern immer dasjenige investieren, was sie halt irgendwie können, sind die Leute, die für ihr Geld nicht arbeiten müssen und es einfach "verbrennen" können, doch meistens dünn gesät. Wahrscheinlich musst auch Du Dein Geld - wie ich - im Schweiße Deines Angesichts verdienen und willst deshalb nicht nur, sondern kannst es tatsächlich auch nicht einfach so zum Fenster hinauswerfen. Dann lass besser die Finger von dem Auto, denn aus dem was Du schreibst, klingt heraus, dass Du zur Restauration des Autos ersichtlich viele und zu bezahlende fremde Hilfe in Anspruch nehmen musst.

Gruß Micha

M30
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von M30 » Do 12. Sep 2019, 19:28

Hallo Simon,
nachdem etliche Forenmitgieder deinen Kauf verrissen haben, schließe ich mich der Meinung der letzten Beiträge an: Sieht gar nicht so schlecht aus!
Es bleibt trotzdem viel zu tun und ganz preisgünstig wird's vermutlich nicht. Könnte sich aber mit Eigenleistung und einer günstigen Werkstatt lohnen.

Viel Erfolg & Gruß
Michael

Christian
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Christian » Sa 14. Sep 2019, 09:51

Hallo Simon,

es ist immer so das einem viele von so einem Projekt abraten. Das liegt daran dass die meisten bereits ein Projekt dieser Art mit allen Schmerzen und Kosten hinter sich gebracht haben. Was die meisten vergessen ist das jeder von uns mit dieser Euphorie an sein erstes Projekt rangegangen ist und versucht hat in Lösungen zu denken - ich denke nicht das Du vorhast aufzugeben - Davon rate ich Dir auch ab. Das Ergebnis wird sich lohnen. Was ich Dir aber mit auf den Weg geben kann ist das Du von Anfang an alles richtig machen sollst denn mögliche Sparversuche kosten Dich doppelt und dreifach!

Zerlege das Auto mit Fotodokumentation und restauriere die Einzelteile wenn möglich was nicht mehr taugt kannst Du immer noch verkaufen es geht fast alles weg über diverse Portale :)

Zeit wird es ohnehin kosten also kannst Du in Ruhe nach Ersatzteil-Schnäppchen Ausschau halten. Es gibt immer wieder Rabattaktionen bei Wallothnesch und es werden auch immer wieder gute Teile hier im Forum angeboten.

Viel Erfolg und weiter mutig bleiben

Grüße

Christian

retx0596
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Sa 14. Sep 2019, 17:02

Hallo,

da bin ich ja froh, daß es vielleicht doch nicht ganz so ein Fehlkauf war, aber wahrscheinlich versteckt sich doch an einigen Stellen der Rost, ich habe mal noch Bilder durch die Handschuhfächer gemacht, da sieht man schon deutlichen Rost, ich weiß nicht ob das schon kritisch ist.

Was ich aber toll finde, ist das der Zylinderkopf die 71 eingraviert hat, müsste ja bedeuten, daß es der originale ist, an die Motornummer bin ich leider nicht rangekommen.

Grüße

Simon
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retx0596
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Sa 14. Sep 2019, 17:04

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andilin
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Sa 14. Sep 2019, 18:15

Hallo,
ich glaube, dass das am Handschuhfach nur Flugfrost ist. Sieht mir nicht nach durchgerostet aus. Ich finde den Blechzustand immernoch recht gut.
Ich hoffe, du hast Glück und es zieht sich Blechmäßig so weiter durch.
Gruß
Andi

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Waldemar
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von Waldemar » Sa 14. Sep 2019, 21:23

Hallo Simon,

ich würde sagen die Karosse hat eine gute Substanz.
Wichtig ist, dass dein Coupé komplett und unverbastelt ist.
Alles andere liegt nur noch in deiner Hand.
Um dir etwas Motivation zu geben, hänge ich ein Bild von meiner Karosse mit dran.
Dafür habe ich auch 10000 € bezahlt.
Viel Erfolg!

Gruß Waldemar
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ulisch
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von ulisch » Mi 18. Sep 2019, 09:38

Hallo Simon,

da hast Du Dir was grösseres vorgenommen!
Fall Du Interesse hast: Ich habe eine E9 Sitzgruppe in meinem 2000CS, die ich in der nächsten Zeit gegen eine originale 2000er Einrichtung tauschen will. Die Sitze sind Stoff silbergrau, Kunstledereinfassung schwarz, sind z.T. ausgebessert, aber sonst sehr brauchbar.
Ich mach gern ein paar Fotos, falls Du Verwendung haben solltest. Mein Umbau ist erst in der nächsten Saison geplant, also keine Panik.
Mein CS ist übrigens auch reimportiert aus USA, allerdings ist das schon ne Weile her.

Gruss
Uli

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Mi 18. Sep 2019, 19:27

Hallo Uli,

danke für das Angebot, ein kompletter Tausch wäre wohl das beste, werde gebenenfalls später darauf zurückkommen, momentan muss ich erst mal versuchen den Wagen einigermaßen zum laufen zu bekommen.

Ich habe momentan ein etwas größeres Problem mit dem Zündschloß, ich habe ein Schlüssel nachmachen lassen, bei der Firma Luke Schlüssel, leider passt er nicht, lässt sich nicht drehen. Könnte, daß an dritter Stelle auch ein O sein und keine Null.? Kann mir das irgendwie nicht erklären.

Leider wurde beim Ausbau des Lenkschlosses auch der Zündanlassschalter zerstört, zumindest kann ich den nirgends finden, nur einen Rest, vielleicht erkennt das jemand um was es sich dabei handelt.


Vielleicht hat auch jemand noch einen zum Verkauf, den er nicht benötigt.?

Danke schon einmal im Voraus

Grüße

Simon
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2800 CS aus USA

Beitrag von TomHom » Mi 18. Sep 2019, 23:33

Hallo Simon,

so sieht der Zündanlassschalter aus, Detailfotos kann ich Dir bei Bedarf gerne schicken:
E9 Starterknopf parallel zum Zündanlaßschalter[1].jpg
Hier installiert wurde ein Starterknopf parallel zur Stellung "Motor anlassen" des Zündschlosses. Bei dieser Schlüsselstellung brechen dann leider oft die Zündschlüssel ab, deshalb baue ich mir diesen Starterknopf gerne bei schwergängigen Zündschlössern ein.
Mit dem Schraubendreher kannst Du den Anlassschalter in die Position "Zündung" bringen, dann entsprechend die Kabel "grau" und "schwarz" über einen (beliebigen Schalter) kurzschließen.
So kannst Du zumindest schon mal Deine ersten Startversuche durchführen!

Eine andere Möglichkeit zum Starten des Motors wäre Klemme 50 des Anlassermagnetschalters über den Batteriepluspol zu schalten.

Gruß

Thomas

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Do 19. Sep 2019, 06:47

Hallo,

bei der Überbrückung von der Klemme 50 dann aber bitte Ringe und Uhren ablegen, sonst könnte das schmerzhaft werden!

Gruß
Andi

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2800 CS aus USA

Beitrag von TomHom » Do 19. Sep 2019, 07:45

Moin,

es wird ja nur der Magnetschalter geschaltet, der zieht keinen großen Strom. Hierfür gibt (gab) es auch Fernbedienungsschalter:
Anlasser Fernbedienungsschalter[1].jpg
Diese sind an den Klemmpunkten gut isoliert. Vor dem Anschließen auf jeden Fall die Batterie erst einmal abklemmen. Des weiteren gilt es zu beachten dass, wenn die Zündung längere Zeit eingeschaltet bleibt und die Unterbrecherkontakte zufällig geschlossen sind, über diese dann Strom fließt und sie verbrennen können.

Gruß

Thomas

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Do 3. Okt 2019, 18:39

Hi,

ich bin leider noch nicht wirklich weitergekommen, habe aber noch nicht ganz aufgegeben, ich wollte den Zündkontaktschalter tauschen, da ich dachte so einfache Dinge könnte ich noch selber machen und das Geld sparen.
Gibt es denn einen einfachen Trick wie man den rausbekommnt, ich möcht jetzt nicht gleich alles kaputt machen.? Sonst lass ich den erstmal drin.

Die ganze Mechanik und Schläuche machen mir ja schon fast mehr Sorge als der Rost an der Karosse, zumindest im vorderen Teil des Wagens, vielleicht sieht das aber auch schlimmer aus als es ist, habe zwei Videos verlinkt, hoffe die sind nicht zu langweilig.

https://www.youtube.com/watch?v=-zJs-Jd ... e=youtu.be
https://www.youtube.com/watch?v=QcJxNLi ... e=youtu.be

Habe auch noch Bilder von einer Türe gemacht und einer Stelle an der gespachtelt wurde. Vielleicht weiß jemand warum man da so dick Spachtel drauf macht, wenn das Blech unten eigentlich noch in Ordnung ist. Haben die früher von Werk ab so dick Lackiert.?
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Do 3. Okt 2019, 18:41

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Do 3. Okt 2019, 19:22

Hallo,

wenn das an der Tür alles ist, dann herzlichen Glückwunsch! Besser geht ja kaum.

Wo sind denn die Teile im Verteiler geblieben?

Da wurde bestimmt eine Delle am Seitenteil zugespachtelt.

Gruß
Andi

PS: Ich habe auch eine US Ausführung mit den ganzen Schläuchen. Das wird schon.

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Fr 4. Okt 2019, 18:42

Hi,

in dem Verteiler war nur noch der Rote Verteilerkopf aufgesteckt und eine Ard Erdungskabel angeschraubt, welches in die Karosserie hinein geht.
Sonst war da nix, ist es denn möglich, daß der Kontaktsatz und Kondensator überbrückt wurde.?
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von willies13 » Fr 4. Okt 2019, 18:48

Hi,
in dem Augenblick, in dem der Unterbrecher öffnet, wird der Strom durch die Zündspule unterbrochen und die im Magnetfeld gespeicherte Energie wird als Hochspannung an die Zündkerzen gegeben.
Oder in anderen Worten: Ohne funktionierenden Unterbrecher läuft der Motor net........
Grüsse; Willy

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Sa 9. Nov 2019, 19:11

Hi,

habe herausgefunden, daß es sich um einen elektronischen Kontaktschalter, Sensor handelt, bei dem wohl auch der Kondensator nicht mehr benötigt wird. Wahrscheinlich lass ich den erst einmal verbaut, hat jemand Erfahrung, ob das gut funktioniert.?

Habe auch mit der Inspektion weiter gemacht und mir ein Endoskop fürs Handy für 20 Euro gekauft, funktioniert ganz gut, ich konnte damit an die Motornummer rankommen.
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Habe dann die Seiteverkleidung im Fußraum entfernt, da ist schon heftig Rost am inneren Kotflügel, kann man den den auch irgendwie entfernen, ohne den gesamten Kotflügel abzuschneiden.?
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Wollte dann die Schwellerverkleidung entfernen, leider sind die Schrauben so fest, ich hab die meisten schon rund gemacht, hat da jemand eine Idee wie man die gelöst bekommt, ich könnte den Schraubekopf abhauen, aber den Rest krieg ich dann ja nie mehr raus.?
Würde dann auch mal mit dem Endoskop versuchen die Schweller innen zu begutachten. Das wäre schon wichtig.
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Habe auch mit dem Mechaniker gesprochen, er holt den Wagen demnächst und versucht den Motor zum laufen zu bringen und macht ein großen Service, mehr aber erstmal nicht. War nicht ganz so begeistert vom Zustand und meinte auch wird alles recht teuer, naja, mal abwarten ob überhaupt Motor,Getriebe und Kupplung so ohne weiteres funktioniert.

Grüße

Simon

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Sa 9. Nov 2019, 19:16

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Sa 9. Nov 2019, 20:19

Den platten Reifen habe ich auch noch gewechslt.
Wie wahrscheinlich, ist es denn, daß nach der langen Zeit die ganzen Spurstangen und Querlenker getauscht werden müssen, gibts da denn Erfahrungswerte.
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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von andilin » Sa 9. Nov 2019, 20:24

Hallo,
deine Bilder vom Verteiler sind recht schlecht, da kann ich nicht drauf erkennen, ob es sich um eine kontaktgesteuerte Transistorzündanlage handelt.
Wenn ja, dann muss dafür noch irgendwo eine Steuergerät sitzen. Wenn die Gelenke nicht ausgeschlagen sind, also kein Spiel haben und die Gummiteile nicht brüchig und porös sind, musst du sie nicht unbedingt tauschen.
Was hängt denn da zwischen deiner rechten vorderen Feder?
Gruß
Andi

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von willies13 » So 10. Nov 2019, 09:48

Hallo Simon,
in Ergänzung zu dem was Andi geschrieben hat.
- Übel festsitzende Schrauben bekommst Du beispielsweise so lose:
https://www.louis.de/rund-ums-motorrad/ ... ben-loesen
- Vorderachse zusätzlich: Die Bremsscheiben werden wohl fällig sein und ggf. sind auch die Kolben in den Bremssätteln fest.
Das Fett in den Radlagern muß man auch schauen.
Und natürlich der Zustand der Stossdämpfer.
Bremsschläuche rissig / porös ?
- Zündung: Nach dem was man sieht, kann das nicht tun.
- Vor einem Startversuch würde ich ggf. auch den Sprit tauschen. Der altert leider auch.
- Hier ist auch ein Bericht, wie man sukzessive einen Motor wieder in Betrieb nimmt, wenn er sehr lange gestanden ist:
https://www.dmax.de/programme/die-gebra ... 3060004100
- Die Kotflügel sind geschweisst und wenn Du sie abmachen willst, mußt Du dazu auch die Windschutzscheibe ausbauen.
- Vielleicht würde sich jemand aus dem Forum finden, der mit Dir vor Ort eine Bestandsaufnahme macht.
In welcher Ecke wohnst Du denn ?
Grüsse; Willy

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Re: 2800 CS aus USA

Beitrag von retx0596 » Mo 11. Nov 2019, 19:47

Hi, danke für die Tips, ich komme aus Baden Württenberg, aus der Nähe von Reutlingen.

wegen der Ferder, muss ich nochmal nachschauen, was da drin steckt, ich bin da nicht so nah hin, weil ich nicht wusste ob der Wagen möglicherweise runterkracht.

Die Bremsen werd ich wohl komplett neu machen, sollte ich damit jemals fahren. Bremsscheiben konnte ich schon günstige ergattern für 120 komplett,hoffe die passen, war garnicht so einfach, weil es überall nur die innenbelüftete gibt.
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Habe ein Bild vom Scheinwerfergehäuse gemacht, da wo das Kabel des Sensors hingeht, ist das Gerät darauf vielleicht das Steuergerät für die Zündung.?
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