69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

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Maschalab
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Maschalab » Mi 8. Jul 2020, 14:11

Hallo Peter,

das ist nachwievor auch meine größte Sorge und ich beobachte das sehr genau. Ein paar Vorkehrungen habe ich daher getroffen, da ich ja nichts grundieren kann. Bis zur KTL müssen die Bleche blank bleiben.

Die Garage bleibt bei hoher Luftfeuchtigkeit geschlossen, im Winter ist die Luftfeuchtigkeit so gering, dass der Rostprozess nicht startet.
Im Sommer kann das zum Problem werden. Die Fenster habe ich abgeklebt, so dass Temperaturunterschiede vermieden werden und sich am Abend kein Kondenswasser auf das Blech legt.

Ich hatte kritische Stellen mit Fertan eingestrichen, das sieht man gut auf älteren Bildern wo das Blech schwarz ist. Das würde ich so nicht mehr machen, da das Zeug schwierig zu entfernen ist. An Stellen wo man gut drankommt kann auch Fertan verwendet werden.

Ich hab mir jetzt wieder den 5l Kanister WD40 besorgt und sprühe regelmäßig, um Feuchigkeit fernzuhalten.

Wenn die Kotflügel tatsächlich Im August kommen, werde ich auch mit der Karosserie fertig und die KTL kommt. Die schützt dann und ich muss mir keine Sorgen mehr machen.

Viele Grüße,
Uli

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Re: 69er 2800 CS - selbsttragend

Beitrag von Maschalab » Mi 8. Jul 2020, 21:20

Hallo,

Die Innenansicht der A-Säule war ich euch noch schuldig. Um ein schönes Foto machen zu können, hab ich heute mal die Gehhilfen entfernt. Nach der Verjüngungskur, soll sich die Karosse auch mal wieder selbst tragen.

Ich finde es sind schöne Fotos geworden...

Bild
Foto: Innenansicht A-Säule

Bild
Foto: Innenraum, jetzt ohne Versteifungen

Viele Grüße
Uli

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andilin
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von andilin » Do 9. Jul 2020, 18:45

Hallo Uli,
ja, das sieht richtig klasse aus !!!
Gruß
Andi

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Re: 69er 2800 CS - Außenschweller

Beitrag von Maschalab » Mo 10. Aug 2020, 10:18

Hallo allerseits,

hier mal wieder ein Update von mir, Bilder vom Außenschweller und der hinteren Seitenbleche, die vervollständigt wurden.
Das geschah zeitnah auf beiden Seiten, die Bilder wechseln daher mal von der linken auf die rechte Seite

Bild
Foto: Außenschwellerübergang B-Säulenfuß links

Der Schweller wurde nur teilweise auf den Fuß geschweißt, die Quernaht (goldfarben) ist nicht hartgelötet sondern wurde mit CuSi3 Schweißdraht MIG-gelötet. Das MIG-Löten verhindert ein Aufschmelzen des darunterliegenden Blechs, und vermeidet dadurch eine Schwächung des Materials.

Bild
Foto: Außenschwellerübergang B-Säulenfuß rechts

Nachdem die Außenschweller drin waren, konnte mit der Arbeit der Seitenbleche begonnen werden.

Bild
Foto: Seitenblech Einpassung rechts

Viele Grüße,
Uli

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Re: 69er 2800 CS - Seitenbleche

Beitrag von Maschalab » Mo 10. Aug 2020, 11:05

Direkt geht es weiter mit den Seitenblechen. Vor denen hatte ich echt Schiss (zurecht) und hab wohl auch deshalb lange mit dem Einschweißen gewartet. Das Seitenteil ist wohl die größte zusammenhängende Fläche und jede Unebenheit wird hier im Lack sofort sichtbar. Natürlich sind die Türhaut und Kotflügel vorne ebenfalls große Flächen, die sind aber i.d.R. aus einem Teil und nicht zusammengesetzt.

Hier das Ergebnis meiner Arbeiten, wie so oft, auf Stoß geschweißt um Blechüberlappungen zu vermeiden.

Bild
Foto: Seitenteil links, erste Punktschweißungen

Bild
Foto: Seitenteil rechts, verschweißt und verschliffen.

Hier sieht man deutlich, dass sich das Blech verzogen hat und eine zusätzliche Kante entstanden ist. Das ist mir trotz größter Vorsicht leider auf beiden Seiten passiert und hat mich ziemlich runtergeholt. Ich weiß auch noch nicht wie ich die Kante wieder wegbekommen soll. Vermutlich muss hier die Rundung ausgezinnt werden.

Bild
Foto: Seitenansicht links

Das letzte Bild ist etwas neuer und ich habe versucht die Kante wegzudengeln. Das geht nur zum Teil und ich hoffe das der Lackierer den Rest ausbügeln kann.

Weiter geht es mit den Türen, die Fahrertür wurde vermutlich schon einmal Ende der 80er ersetzt, die hat keinen Rost. Die Beifahrertür bekommt nun das weiße Herzchen und wird die nächste Baustelle. Bericht folgt...

Viele Grüße
Uli

Blackwidow
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Blackwidow » Mo 10. Aug 2020, 12:07

Servus Uli

Wie immer ein schöner Fortschritt und ein klasse Bericht.
Ja das ist auch meine größte Sorge die sichtbaren Teile zu schweißen ohne Verzug usw.

Wäre super wenn jemand, der das schon gemacht hat, einen kleinen Tipp geben kann.

Gruß Mark

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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von wuddelcrew » Di 11. Aug 2020, 14:58

Hiho,
eben deinen Fred und logischer Weise viele Parallelen entdeckt.
Hut ab und Grüssle vom Floh!

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willies13
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von willies13 » Di 11. Aug 2020, 17:41

GREAT !!!

luc
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von luc » Do 13. Aug 2020, 14:03

Hallo Uli,

dass eine Kante beim stumpf Einschweißen entsteht, ist mir an beiden Türblättern und an der Motorhaube leider auch passiert. Ich würde es das nächste Mal so probieren, aber noch nicht ausprobiert: Die zu verschweißenden Kanten beide absetzen mit der Absetzzange, so dass die Kanten stabiler werden. Dann stumpf verschweißen, säubern und die dann entstandene Rinne verzinnen. Geht logischerweise nicht, wenn man blankes Blech ohne Zinn und Spachtel haben will...

Grüße

Luc

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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Maschalab » Do 13. Aug 2020, 14:34

Hallo Luc, Mark

wenn beide Seiten abgesetzt werden, bekommst man einen Versatz von 1mm der auf jeden Fall gefüllt werden muss, daher besser nur eine Seite absetzen.
Das wollte ich nicht machen, da so überlappende Bleche entstehen, die immer ein Rostherd darstellen, insbesondere dann, wenn das noch verzinnt wird.

Alternativen gäbe es schon, die waren für mich aber nicht möglich.

Ich nutze das MAG Schweißverfahren, die Schweißnaht wird dann aber so hart, dass das Blech kaum weiterbearbeitet werden kann.

Mit WIG oder Autogen sieht das anders aus, die Schweißnaht bleibt weich und eine Kante kann danach ggfs. geglättet werden.

WIG setzt sehr saubere Bleche voraus (die wären bei mir sogar gegeben gewesen) und erfordert viel Erfahrung bei Dünnblechen.
Ich habe weder ein WIG Schweißgerät noch die Erfahrung, ich hätte das von jemand anderen machen lassen können.

Autogen braucht auch viel Erfahrung, vor allem mit der Hitze die ins Blech geht.

Korrektur:
Jetzt hab ich deinen Ansatz verstanden, du setzt beide Seiten nach hinten ab, verschweißt auf Stoß und dann wird aufgefüllt. Die Idee ist gut, selbst wenn eine Kante entsteht, muss die ja erst aus dem Tal rauskommen, bevor es problematisch wird. Verzinnen geht auch, da es keine überlappenden Bleche gibt. Super Ansatz, finde ich gut.

Viele Grüße
Uli

Blackwidow
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Blackwidow » Do 13. Aug 2020, 18:48

Hallo Uli

Ich hab das so schon mal gesehen und denke mal Luc meinte es auch so oder?
Da bräuchte man auch nicht verzinnen.

Schweißnaht.jpg

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Re: 69er 2800 CS - Türhaut

Beitrag von Maschalab » Fr 14. Aug 2020, 11:55

Hello again ...

Neues Thema: die Tür

Die war auf der Beifahrerseite auf den zweiten Blick an der Fensteraußenkante sowie an der Unterseite stark angegriffen. Auch die unteren beiden Ecken der Außenhaut waren bereits stark durchrostet. Der Falz der Außenhaut wurde aufgebogen und oben sauber abgeschnitten. Die neue Türhaut von W&N wurde schon entlackt.

Bild
Foto: Beifahrertür gehäutet

Die Ecken, Unterkante sowie Fensterkante wurden durch frisches Blech restauriert. Dann gab es noch ein Spezialblech zur Stabilisierug im Türschlossbereich, welches man sonst nie sieht und ebenfalls sehr angegriffen war. Dieses wurde sauber rausgetrennt und durch ein neu angefertigtes Teil ersetzt.

Bild
Foto: Spezialblech Türschloss

Die neue Haut passte ohne großen Aufwand und wurde dann auf den Türrahmen aufgezogen und umgefalzt. Der obere Bereich an der Fensterkante aufgepunktet.

Danach probehalber angeschraubt um zu sehen wie es passt. Die Ausrichtung der Türen wird noch ein Spaß :-(

Bild
Foto: Beifahrertür Ansicht innen


Bild
Foto: Beifahrertür Ansicht außen

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder.

Gruß,
Uli

Dom
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Dom » Fr 14. Aug 2020, 21:55

Uli,
deine Doku ist großartig - Du solltest Dich bei Universum anmelden - vielen Dank für`s Teilen -- erinnert mich (an manchen Stellen) wieder als meine Restaurierung.

viel Erfolg, mach weiter so!
Dominik

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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Maschalab » Do 8. Okt 2020, 11:40

Hallo Leute,

letzter Bericht vom August und ich war noch nichtmal im Sommerurlaub. Asche auf mein Haupt.

Nach der Tür ging es weiter nach vorne. Mangels vorhandener Kotflügel habe ich mich der Frontmaske gewidmet. Die wurde aus dem Keller geholt und begutachtet. Ich hatte sie nicht so schlecht in Erinnerung, wurde dann aber eines Besseren belehrt.

Bild
Foto: Frontmaske auf dem Behandlungstisch

Die Lippe wurde herausgetrennt und der hintere Teil mit 0,8mm Blech wieder vervollständigt.

Bild
Foto: Entfernte Lippe und einpassen der Reparaturbleche

Bild
Foto: Überarbeitung der Langlochlippe

Nun konnte ich die Maske in die Front einpassen, das Einschweißen muss aber noch warten bis die Kotflügel kommen.

Bild
Foto: Anhalten der Maske

Ich befürchte, das wird dieses Jahr nichts mehr. Die Karosserie geht jetzt in den Winderschlaf und ich werde mich den Anbauteilen widmen. Das wollte ich eigentlich vermeiden, sollte doch die Karosserie erst fertig werden und zur KTL Beschichtung.

Jetzt kommen also die Achsen dran...

Viele Grüße,
Uli

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Re: 69er 2800 CS - Pulverbeschichtung

Beitrag von Maschalab » Mo 12. Okt 2020, 14:17

Moin,

Die Karosserie schläft, aktuelle Informationen zu den Kotflügeln gibt es kaum. Das Presswerk in Polen ist Coronabedingt geschlossen. W&N kann keinen Termin nennen. Ergo geht es weiter mit den Anbauteilen.

Die Hinter- und Vorderachse, sollen neu beschichtet und mit frischen Gummis versehen werden. Zudem wird die Hinterachse von Trommel- auf Scheibenbremse umgerüstet. Die notwendigen Teile: Dreieckslenker, Bremssättel, Ankerblech, Handbremsseile und Kleinteile konnte ich besorgen.

Bild
Foto Vorderachsträger

Bild
Foto: Hinterachse mit passenden Dreieckslenker für die Scheibenbremsen


Bild
Foto: Umrüstung der Hintetrachse auf Scheibe, Handbremse

Alle Teile wurden zum Glasperlenstrahlen weggegeben und kamen dann mit einer sehr schönen matten und sauberen Oberfläche zurück.

Bild
Foto: Hinterachse nach dem Strahlen

Die gestrahlten Flächen sind sehr empfindlich und sollten nicht so lange offen liegen bleiben.
Ohne große Wartezeiten gingen die direkt zum Pulverbeschichten und was dann zurückkam, kam schon sehr nah an Neuteilen heran.

Bild
Foto: Pulverbeschichtete Achsteile

Das war das erste Mal, dass ich soetwas hab machen lassen und ich bin wirklich begeistert. Trotzdem gibt es drei Lektionen, die ich dabei gelernt habe:

Lektion 1) Die Pulverbeschichtung geschieht bei ca. 200 Grad. D.h., wärmeempfindliche Teile sollten in dem Paket nicht drin sein. Ich habe dadurch meine beiden Querlenker vorne verloren --> siehe auch: viewtopic.php?f=2&t=28418

Lektion 2) Sandstrahlen ist teuer, bedingt durch den hohen manuellen Aufwand

Folglich reifte der Gedanke selbst Sandzustrahlen, sind doch diese kleinen roten Strahlkabinen für einen schmalen Taler zu bekommen.

Und hier nun die
Lektion 3: Luft ist noch viel teurer

Mehr dazu demnächst in diesem Theater.

Bis dahin,
Uli

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willies13
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von willies13 » Mo 12. Okt 2020, 19:44

Hallo Uli,
für die Buchsenauswahl vielleicht noch ein kleiner Ideenlieferant:
viewtopic.php?f=2&t=28264&p=38262&hilit=shore#p38262
Grüsse; Willy

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andilin
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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von andilin » Di 13. Okt 2020, 10:00

Hallo,
ja, das Sandstrahlen ist klasse.
Ich habe mir die Kabine selber gebaut. Sie sollte auf jeden Fall eine Absaugung für den Staub und eine sehr gute Innenbeleuchtung haben, sonst siehst du nach ein paar Minuten dein Gegenstand nicht mehr. Außerdem sollte das Sichtfester groß und auswechselbar, bzw. mit auswechselbarer Folie sein, sonst kannst du auch da bald nicht mehr duchgucken. Der Kompressor muss einen großen Luftvorrat haben und auch leistungsfähig genug sein, den Behälter schnell wieder füllen zu können. Desweiteren kannst du die billigen Keramik oder Stahl Strahldüsen vergessen, denn die sind schneller weg gestrahlt, als du gucken kannst.
Außerdem benötigst du verschiedenes Strahlgut. Z.B. Glaspelen, Schlacke etc.. Das kannst du aber öfter wieder benutzen.

Wenn du das alles beachtest, ist das Strahlen der Kleinteile eine Freude, viel schneller und gründlicher, als mit einer anderen Methode des Reinigens.
Gruß
Andi
PS. Wenn du mal wieder große Teile strahlen lassen und Pulverbeschichten lassen willst, suche dir eine Firma, die beides anbietet. Das wird günstiger und geht schneller. Ich habe für den Hinterachsträger komplett 120€ bezahlt. Das Pulverbeschichten von Kleinteilen mache ich auch selber.
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Re: 69er 2800 CS - Dicke Luft

Beitrag von Maschalab » Di 13. Okt 2020, 16:29

Hallo allerseits

Andi, die großen Teile sind durch, jetzt sind es nur noch die Kleinteile (z.b. Lampenträger, Schubstrebe, Lampendeckel etc), die will ich selbst strahlen.
Die Kabine hab ich mir gegönnt (220 l), einen Samstag mit dem Zusammenschrauben verbracht, und wollte dann mit meinem Kompressor losstrahlen.

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Foto: Strahlkabine und Kompressor (1. Versuch)

Ich wusste, das Druck und l/min hoch sein müssen, bin aber wohl zu optimistisch an die Sache herangegangen.
Das ist so ähnlich wie bei den Tintenstrahldruckern, der Drucker (Kabine) kostet fast nichts, die Tinte (Druckluft) macht den Betrieb dann teuer.

Da ich noch einen zweiten Kompressor bei einer Haushaltsauflösung bekommen habe, wurde dieser parallel angeschlossen. Die Lautstärke wurde dann schon unangenehm, und auch das Resultat war nicht befriedigend. In den Kleinanzeigen gab es dann noch den Dritten fast geschenkt (eine Flasche Jack Daniels hat gereicht) und der sollte es dann richten ...

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Foto. Kompressor, 2. und 3. Versuch

... tat er nicht :-(

Aber dann, eine Woche später, das ultimative Angebot in der Nähe, sozusagen der Scheunenfund. Da hat jemand ein Haus gekauft und in der Garage stand so ein komischer Dreizylinder, sauschwer und dreckig, dann auch noch mit Drehstromanschluss und keine passende Steckdose. Der wollte das Teil nur los werden und da ich inzwischen Kompressorexperte bin 8-), wusste ich sofort welcher Schatz sich dort unter dem Dreck befindet.
Hingefahren, abgeholt. Zu dritt haben wir das Teil vorort zerlegt und in mein Auto gewuchtet. Zuhause angekommen nahm ich den Motorheber und konnte ihn aus dem Auto bekommen. Zusammengebaut, geputzt und die Stern/Dreieckschaltung revidiert (das hab ich tatsächlich mal gelernt).

Und da ist er nun...

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Foto: Der tut's, 5,5kw, 600l/min, 15 bar

Der wurde provisorisch an den 100l Tank angeschlossen und getestet. Der macht seinen Job wie er soll, ist leise und liefert fast schon ohne Drucktank genug Druck und Airflow zum Strahlen.

Hier nun das erste Ergebniss:

Bild
Foto: Teilgestrahlter Lampenschirm

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Foto: Lampenhalter gestrahlt

Jetzt wird der Kompressor einen guten Platz in der Garage.finden müssen und die Druckluftleitungen, nebst Tank können verlegt werden. Und dann wird gestrahlt bis die Luft warm ist.

Ich überlege noch ob ich auch das Beschichten selbst machen soll, die Pistole (auf Andi's Bild zu sehen) habe ich mir auch schon angeschaut, mal sehen ...

Viele Grüße
Uli
Zuletzt geändert von Maschalab am Mi 14. Okt 2020, 07:35, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von andilin » Di 13. Okt 2020, 17:04

Hallo,
die Pistole, die du da siehst, erfüllt zwar seinen Zweck, aber ich würde sie nicht wieder kaufen. Grund: Die Vorratsbehälter für das Pulver klemmen ständig beim Einsetzen und müssen extrem gesäubert werden, nach der Benutzung, und einmal ist mir schon das Netzteil kaputt gegangen.
Achja, und nehme "Borcarbid" Strahldüsen. Die sind zwar teuer, halten dafür aber ewig.
Gruß
Andi
PS: Wow, dein neuer Kompressor sieht ja wie ein Sternmotor vom Flugzeug aus.

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Re: 69er 2800 CS - Von Toyota Blue zu Polaris Silber

Beitrag von Birger » Mo 19. Okt 2020, 11:31

Hallo,
vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht. Das ist für jeden Interessierten eine super Informationsquelle und Ansporn! Viel Erfolg bei deinem Projekt, Respekt für deine Motivation.
Gruß Birger

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